Willkommen zur Zusammenfassung des September 2025, unser 19.Monat.
Andrea war ja bereits Ende August zurück nach Lanzarote geflogen, dafür ist Holger aus Amsterdam bei uns ins Apartment ins Gästezimmer eingezogen, so dass wir im September „Männer-WG“ gemacht
haben.
Außerdem haben wir erneut einige neue Kollegen bekommen, alle international und aus der ganzen Welt, sogenannte „international faculty“, die zusätzlich frischen Wind und neue Ideen und neue
Perspektiven in unser Department of Anesthesiology bringen: aus Indien, aus Ghana, aber auch aus Wales, aus Irland und aus Japan.
Wir sind stolz darauf, dass wir uns international aufgestellt haben ( nicht alle US Kollegen sehen das so), dass wir neue Perspektiven entwickeln und dass wir neue Wege beschreiten. So haben wir eine
Gruppe gegründet, die Akupunktur in die Anästhesie integrieren möchte. Wir haben gelernt, wie wir bereits während einer Anästhesie mit Akupunktur postoperativen Schmerzen oder Übelkeit entgegen
wirken können.
Gleichzeitig ist der Herbst näher gerückt, obwohl die Tage im September voller Sonne waren, trocken und warm bis 30°.
Aber abends wurde es schon früher dämmerig und kühler und feucht und auf dem Weg nach Hause auf meinem Fahrrad hatte ich rechts und links der Straße neue Besucher.
Mitte September habe ich meinen letzten Sommerausflug gestartet und einen Freund in Iowa besucht. Wer ist Amerikaner und kommt aus Iowa, ist aber 1988 nach Neuseeland ausgewandert, und als ich 1990
mein Internship in Neuseeland gemacht habe, haben wir uns kennengelernt. Wir kennen uns also seit 35 Jahren. Er lebt im Winter (Sommer in Neuseeland) in Auckland/Nordinsel Neuseeland und über den
Sommer in MasonCity,Iowa. Ich bin freitags nach der Arbeit losgefahren, 500 km nach Westen. Nach 2 Stunden bin ich an den Mississippi gekommen, habe dort Wisconsin verlassen und bin nach Iowa rüber
gefahren.Von dann wurde es sehr ländlich, ich bin bestimmt 200 km nur an Maisfeldern vorbeigefahren, aber es war kein bisschen langweilig. Es war eine unglaublich weite, offene Landschaft,
schnurgerade Straßen, leere Straßen, die Highways in Wirklichkeit einfache Landstraßen konnte ich mit Tempomat stundenlang durchziehen. Hier und dort ein paar historische Gebäude, so zum Beispiel die
Little BrownChurchvon 1860, kleine Dörfer, die an die WesternZeit erinnert haben. Es war ein lohnenswerte Ausflug in einen anderen Bundesstaat, der den mittleren Westen noch deutlicher verkörpert als
Wisconsin.
Wir haben mit unserer international Faculty, die inzwischen wie eine Familie zusammengewachsen ist,die letzten Sommerwochenenden genossen und uns auch noch mal abschließend zum Grillen im
Gartengetroffen. Oder wir sind nach der Arbeit mit einigen Begeisterten Golfspielen gewesen. Immerhin machen in Milwaukee Mitte Oktober alle Golfplätze zu.
Oder wir haben dem einen oder anderen Biergarten noch einmal einen Besuch abgestattet, hier mit meinem Mentee, für den ich das Mentorship während seiner Weiterbildungszeit als Assistenzarzt
übernommen habe.
Dann bin ich Ende September freitags nach der Arbeit von Chicago nach Europa zurückgeflogen und habe jetzt 2 Monate frei, die ich mit Andrea überwiegend auf Lanzarote verbringen werde.
Vorher noch habe ich im Department meinen neuen Arbeitsplan für 2026 besprochen und diskutiert und endgültig festgelegt. Ich werde nach den 2 freien Monaten jetzt ein letztes Mal im Winter in
Milwaukee arbeiten, und zwar den kommenden Dezember und Januar. Ab Februar 2026 reduziere ich auf 50 %, werde 6 Monate pro Jahr voll arbeiten und 6 Monate frei haben. Die 6 Arbeitsmonate werde ich
nur noch im Sommer arbeiten, zwischen Mai und November. Somit werden Dezember 2025 und Januar 2026 die letzten Monate sein, die ich in Milwaukee im Winter arbeiten werde.