Endlich ist es soweit, hier kommt das Update, diesmal vom Mai, mit Entschuldigung für die Verspätung. 
Im Mai ist viel Abenteuer passiert. Es wird Euch sehr interessieren. 
Wir sind am 2.Mai von Lanzarote nach Madrid geflogen und am 3.Mai von Madrid über New York nach Chicago geflogen, sind 1 Nacht in Chicago im Flughafenhotel geblieben und sind dann am 4.Mai von Chicago nach Honolulu geflogen. Für mich das zweite Mal (vor 30 Jahren schon mal von San Francisco aus), für Andrea das erste Mal. 
Zunächst sind wir 4 ein halb Tage auf O‘ahu geblieben und hatten eine Ferienwohnung in Waikīkī. 
Insgesamt haben wir 3 Inseln besucht und O‘ahu ist alleine deshalb die „Einstiegsinsel“, weil dort der internationale Flughafen in Honululu ist. 
Es gibt 8 bewohnte Inseln, von denen Hawai’i ganz im Süden die größte Insel ist. 
Die Highlights auf O‘ahu sind ohne Zweifel der Strand in Waikīkī, das Nationale Museum in Pearl Harbor, die Strände an der Nordküste, die Ananas-Plantagen der Firma Dole. 
Wir haben uns alles angeschaut und wollten zusätzlich eine Wanderung durch den Regenwald machen.


Beginnen wir am besten mit Waikīkī‘s berühmten Surfer-Strand
Gleich am nächsten Morgen sind wir nach Pearl Harbor gefahren und haben das National Monument besucht. Dadurch, dass wir so früh waren, war es noch nicht so überlaufen und wir konnten um 8:00 Uhr früh das Hissen der Flagge mit lautstarker Nationalhymne beobachten, wobei sich amerikanische Besucher mit der Hand auf dem Herz und Tränen in den Augen zur Flagge gedreht haben. Insgesamt hatten wir den Eindruck, dass Pearl Harbor für Amerikaner sehr wichtig ist, weil es ein nationales Desaster war. Das erste und einzige Mal, dass die USA auf „eigenem Grund und Boden“ ( zu diesem Zeitpunkt war Hawai’i noch kein Bundesstaat der USA) besiegt wurden, sogar ohne zu diesem Zeitpunkt im Krieg gewesen zu sein. Beschäftigt man sich mit der Geschichte, bekommt man einen Eindruck davon, warum der Konflikt zwischen Japan und den USA schon lange gebrodelt hatte und dort zur Eskalation kam, was auch für die USA keine neue Entwicklung gewesen sein konnte. Immerhin hatten sie ihre gesamte Pazifik Flotte dorthin zusammengezogen. Allerdings gab es ein paar strategische Fehler, dass sie an jenem Morgen im Jahr 1941 vom Angriff der japanischen Luftwaffe und U-Boot Marine überrascht wurden. Für die Amerikaner, ein nationales Desaster und Pearl Harbor dementsprechend ein nationales Monument und Museum, für uns als Europäer, eher nur ein versunkenes Kriegsschiff in einem Hafen, dass immer noch Öl verliert.
Glücklicherweise hatten wir uns einen chicen Mietwagen gegönnt, so dass chice Lady und chices Auto Hand in Hand gingen 
Und dann sind wir los und haben uns die Insel angeschaut. Die Strände im Norden sind traumhaft, vor allem Kailua und Lanikai,  fast wie in der Südsee. Trotzdem gehört Hawaii offiziell zum Nordpazifik, weil es noch nördlich desÄquator liegt. Kulturell gehört es wie die Südsee zu Polynesien, klimatisch liegt es zwischen Äquator und nördlichem Wendekreis, also ähnlich wie die Karibik. So hatten wir Anfang Mai wunderschönesWetter, sonnig, trocken und sehr warm.
Als Nächstes haben wir eine Wanderung durch den Regenwald gemacht, aber nach ca. der Hälfte sind wir umgekehrt, weil der Weg so matschig und rutschig war, dass es uns zu gefährlich erschien. Und überall laufen wilde Hühner rum. 
Die Ananas Plantage der Firma Dole ist touristisch aufgemacht wie Disneyland, schon auf dem Parkplatz erwarten einen Burgerständer und Hotdog Buden, als gäbe es nichts anderes, wenn man eine Ananasplantage besuchen möchte. Es war interessant zu sehen, wie die Ananas an der Staude wachsen. Nicht zu verstehen war, dass die Ananas dort vor Ort, wo sie gepflückt wurden, 7,99 $ kosten sollen, wohingegen wir sie hier in Wauwatosa beim Aldi für 1.99 bekommen, wohlgemerkt pro Stück. 
Es gibt in der Nähe von Honolulu und Waikīkī einen Vulkan, Diamond Head, den man erwandern kann, wobei man durch den riesigen Vulkankrater durchläuft und dann von innen die Kraterwand hoch wandert bis auf den Kraterrand und von dort einen fantastischen Blick über Waikīkī hat. Diese Wanderung haben wir gemacht und fanden sie sehr spektakulär, auch wenn es schon sehr heiß war und dadurch ein bisschen anstrengend.
Zusammenfassend haben wir festgestellt, dass Oahu landschaftlich eine sehr schöne Insel ist, aber im Nachhinein nicht die schönste der HawaiiInseln, zumal Waikiki und Honululu touristisch sehr überlaufen sind, Pearl Harbor für einen Europäer nicht das bedeutet, was es für Amerikaner bedeutet, und unsere Erwartungshaltung an eine Ananasplantage sehr naiv gewesen ist. 

Es war ohnehin geplant, dass wir nach ein paar Tagen zur nächsten Insel weiterfliegen, und so haben wir geographisch die übernächste Insel Maui erreicht. 

Wir hatten eine Ferienwohnung in Kihei, optimal gelegen, direkt am Strand, nach Westen, so dass wir mit einem Sonnenuntergang am Strand gestartet sind.
Am nächsten Morgen haben wir die empfohlene „Road to Hana“ gemacht, eine sehr kurvige kleine Landstraße, die durch den Regenwald hindurch immer parallel zur Küste bis in den Süden der Insel reicht und ein Tagesprojekt ist, inklusive frische Kokosnuss schlürfen und futtern. Gekennzeichnet ist sie vor allem durch viele Wasserfälle, in die man zum Teil hineinspringen kann, da sie vor dem Wasserfall einen kleinen, natürlichen Pool bilden. Das haben wir auch gemacht und sehr genossen, obwohl das Wasser schon auch noch recht kühl war
Den Kontrast zum Kokosmilchtrinken hatten wir abends, denn in Kihei, wo wir unsere Ferienwohnung hatten, ist auch die Insel-Brauerei von Maui, wo wir neben tatsächlich gutem Essen auch frisches Biertrinken konnten. Zudem hat Andrea ein Schild entdeckt, auf dem allen ernstes den Amerikanern erklärt wird, dass der Betreiber nicht für die Insekten verantwortlich ist, wenn man draußen sitzt und den Biergarten genießt. Interessant fanden wir schon, dass scheinbar nicht alle natürlich denken.
Eine Speise hat mein besonderes Wohlwollen erhalten, „loco moco“, eine Erfindung der 1950er aus Hilo/Big Island, bestehend aus Reis, einem Rindfleischhack- Steak, Sauce und zwei Spiegeleiern. Hat meinen Geschmack voll getroffen, ich fand es absolut lecker.
Auf Maui habe ich mir einen kleinen Abenteuerausflug gebucht, Andrea hatte nicht so viel Lust dazu, und bin mit einem Boot zu einer Lagune im Pazifik gefahren worden, ein Vulkankraterrand, der circa 45 m aus dem Wasser raus schaut, an dem wir schnorcheln waren und unglaublich viele und bunte und beeindruckende Fische gesehen haben. Ich hatte auf Mantas, Riesenrochen, gehofft, aber dieses Mal haben wir keine gesehen. Dennoch war der Ausflug wunderbar und sehr beeindruckend.
Danach sind wir zusammen über die Insel gefahren und haben, das können wir mit bestimmter Zeit sagen, die schönsten Strände entdeckt, die wir auf unserer Hawaii Reise gesehen haben. Das ganze bei extremer UV Strahlung. 
Zusammenfassend konnten wir bis hierher sagen, dass uns Maui als eine der Hawaiiinseln ausgesprochen gut gefallen hat, landschaftlich reizvoll, sehr viel Wasser, traumhafte Strände, eshatallesgestimmt, und wir würden jedem, der bis nach Hawaii fliegt, empfehlen, auf jeden Fall Maui zu besuchen. 

Und dann sind wir zunächst und letzten Insel unserer Reise geflogen, nach Hawai’i, auch Big Island genannt.

Dort hatten wir eine Ferienwohnung, besser gesagt, ein ganzes Ferienhaus/Lodge, mitten im Regenwald. Das alleine war ein Erlebnis, denn das Klima hatte sich zwischen O‘ahu und Maui hierher totalverändert.Plötzlich waren wir in den Regenwolken (unser Ferienhaus lag auf fast 1000 m), kühl und viel Regen. Wie es wahrscheinlich für einen Regenwald nötig und typisch ist. Nach Einbruch der Dunkelheit wurde es laut, der Regenwald hat angefangen zu schreien (Vögel, Insekten, alle möglichen Tiere beginnen nach Einbruch der Dunkelheit laut zu werden).
Hawai’i, the big island, hat diesen Namen verdient, weil sie die größte der hawaiianischen Inseln ist. Wir haben direkt am Rand des Vulkan Nationalparks gewohnt, in dem es noch immer aktive Vulkane gibt. Zumindest kann man an der einen oder anderen Stelle Wasserdampf und Schwefelgase aufsteigen sehen, man kann die Hitze des Bodens spüren, wenn man durch einen Vulkankrater wandert (was wir gleich am nächsten Morgen gemacht haben) und wir sind durch einen Lavatunnel gegangen, der einem eindrucksvoll vor Augen führt, in welcher bizarren Landschaft man sich bewegt.
Am nächsten Tag sind wir ganz in den Süden gefahren und waren an der südlichsten Spitze der USA (wenn man mal das Überseegebiet der USA in Samoa/Südsee außer Betracht lässt). Vorher waren wir nochauf der berühmten Kaffeeplantage Kona, haben uns die Kaffeebäume angeschaut, eine Original Kaffeebohne vom Boden abgezweigt , und einen ausgesprochen guten Espresso getrunken. 

Auf dem  Rückweg von der südspitze waren wir noch an einem schwarzen Lavastrand, der dafür bekannt ist, dass die Grünen Meeresschildkröten dort an Land kommen. Leider war dies an dem Nachmittag, als wir dort waren, nicht der Fall. Allerdings haben wir sehr viele Schildkröten im Wasser gesehen, während sie in den Wellen  umher schwammen und zum Atmen an die Oberflächekamen. Leider waren das immer nur kurze Augenblicke, so dass wir sie gut sehen konnten, aber nicht gut fotografieren konnten.
Aber das spektakulärste war, als wir vom schwarzen Strand nach Hause zurück fuhren und Richtung vulkan Nationalpark fuhren, dass es ein Schild an der Landstraße gab, mit einer Warnung vor einem aktiven Vulkanausbruch, man solle vorsichtig fahren. Wir haben gedacht, dass wir wohl etwas missverstehen, vielleicht, dass die Schwefeldämpfe aus dem Boden, die wir am Tag zuvor schon beobachtet hatten, zugenommen haben. Wir sind erst mal weitergefahren, natürlich vorsichtig, wie immer, und nach circa 1 Stunde kamen wir dem Nationalpark immer näher. Auf einmal konnten wir sehen, dass die Park Ranger mit aktiven Vulkanausbruch offensichtlich tatsächlich einen aktiven Vulkanausbruch gemeint hatten. Es war selbst aus der Entfernung extrem spektakulär. Da wir noch einen Pass des Nationalparks hatten, denn wir waren ja erst am Tag zuvor dort wandern gewesen und hatten den Pass für 30 $ gekauft, durften wir mit dem Auto in den Nationalpark hinein fahren. Wir hatten großes Glück, weil wir eine der ersten waren, dass die Ranger uns durchgewunken haben und wir konnten bis zu dem Parkplatz fahren, der dem Vulkanausbruch am nächsten war. Der Vulkanausbruch selber war für uns nicht gefährlich, die Lavasäule ging 200 m in die Höhe, wir konnten die glühenden Steinbrocken fliegen sehen. Dieser Vulkan bricht seit zwei Jahren immer wieder mal aus, meist nur für wenige Stunden,  dieses Mal für 9 Stunden, dann ruht er wieder einige Wochen. Es war also wie ein kleiner Zufall, dass wir gerade zu diesem Zeitpunkt auf der Insel waren und gerade in der Nähe des Vulkanausbruchs, immerhin war unser Ferienhaus Luftlinie weniger als 9 km entfernt. Selbst in der örtlichen Brauerei, wo wir anschließend essen gegangen sind, wurde es im Fernsehen übertragen, es war eine Sensation, und die Schaulustigen kamen mit den Autos aus allen Himmelsrichtungen angefahren, um es zu beobachten. Am nächsten Tag haben wir erfahren, dass es um Mitternacht schlagartig vorbei war. Am nächsten Tag war es, als sei nichts passiert.
Am nächsten Tag sind wir noch über die Insel gefahren, waren in einem äußerst bunten Café frühstücken, natürlich loco moco, sind noch einige Zeit durch den Regenwald gefahren und haben die Natur genossen inklusive einiger einheimischer Tiere. Und wir haben die Lava Trees gesehen. Bäume aus Lava. Sie sind vor circa 250 Jahren entstanden, als die Lava in den Wald geflossen ist und die Bäume umschlossen hat. Durch die kühle Feuchtigkeit der Bäume ist die Lava an den Stämmen erstarrt, gleichzeitig ist der Baum innen drin verbrannt, und so ist ein Abguss von Bäumen, der innen drin hohl ist, entstanden.
Nach zwei Wochen und drei Inseln war unser wunderschöner und abenteuerlicher Urlaub auf Hawaii vorbei und wir sind von Honolulu über Chicago zurück nach Milwaukee. Inzwischen war es der 17. Mai und ich habe am Montag dem 18. Mai wieder meine Arbeit aufgenommen. Alle haben sich sehr gefreut, dass ich wieder zurück war, inzwischen war der Winter in Wisconsin vorbei, das Wetter war schön und sehr warm, der Garten hinter unserem Haus war inzwischen grün, wir konnten sofort auch wieder Golfspielen gehen, selbst die wilden Truthähne auf dem Golfplatz waren wieder wie jedes Jahr um diese Jahreszeit unterwegs.
So haben wir uns relativ schnell und bald in den Alltag in Milwaukee zurückgefunden, und freuen uns trotzdem auf die nächste Auszeit, die wir im August haben werden. Bis dahin sind wir hier, unternehmen bis Ende Juli einige schöne Ausflüge, werden die Fußballweltmeisterschaft mit unseren Freunden und Kollegen gemeinsam erleben und melden uns Anfang Juli mit dem Update zum Juni wieder zurück. Bis dahin wünschen wir uns allen ein paar spannende Spiele während der Fußball-Weltmeisterschaft.